Samstag, 30. Mai 2026, 19 Uhr, Lutherkirche, Bonn-Südstadt
Sonntag, 31. Mai 2026, 18 Uhr, Alte Kirche, Collegium Leoninum, Bonn-Innenstadt
Bonner Vokalensemble
Anna Sigalova, Klavier
Leitung: Ulrike Ludewig
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden für unsere Chorarbeit.
In zwei Konzerten widmet sich das Bonner Vokalensemble den großen Gefühlen Glück und Leid, Abschied und Sehnsucht – kurz: der Liebe in all ihren Facetten.
Volkslieder erlebten im 19. Jahrhundert eine bemerkenswerte Wiederentdeckung. Themen wie Liebe, Natur und Heimat rückten in den Mittelpunkt, und die Lieder der Landbevölkerung fanden ihren Weg in bürgerliche Salons und Konzertsäle.
Sie wurden gesammelt, bearbeitet und für Chöre eingerichtet. Zugleich entstanden neue Vertonungen von Gedichten, die oft so eingängig sind, als wären sie selbst über Generationen gewachsen. Viele Komponisten zwischen Friedrich Silcher und Max Reger griffen Volksweisen auf und schufen eigene Lieder im Volkston.
Johannes Brahms verlieh diesen Liedern besondere Vielfalt und Tiefe. Schon früh ließ er sich zudem von den fremd anmutenden Klängen ungarischer Musik inspirieren.
Eine Generation später machten sich Béla Bartók und Zoltán Kodály daran, Volkslieder systematisch zu sammeln und ihre musikalische Sprache in die eigene Tonsprache zu überführen.
Das Bonner Vokalensemble lässt diesen facettenreichen Klangkosmos zum Ausklang des Frühlings lebendig werden. Neben Chorwerken der deutschen Romantik, der ungarischen Moderne und Bearbeitungen von Ulrike Ludewig erklingen auch Klavierwerke von Johannes Brahms und Béla Bartók, interpretiert von Anna Sigalova.